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20er Jahre Mode
In diesem Jahrzehnt erlebt die Taille ein Auf und Ab. So war es zunächst
in der Mode üblich, dass die Taille an dem schmalsten Punkt des Körpers
sitzt, kurz über den Hüften. Dann allerdings wanderte sie tiefer, bis
sie schließlich die Höhe der Oberschenkel erreichte. Allerdings erlangte
diese eigenwillige Modeerscheinung im Jahre 1925 ihren Höhepunkt und
bewegte sich anschließend wieder langsam Richtung Normalität. Bereits im
Jahre 1930 war wieder alles beim Alten.
In den 20er Jahren wurde ein absoluter Klassiker der Modegeschichte
geschaffen, das "kleine Schwarze". Ein knielanges, enges Kleid, dass
besonders für schicke Anlässe unerlässlich war.
Sehr bezeichnend für die Mode der 20er Jahre war der Bubikopf. Dies ist
eine kurz geschnittene Frisur der Damen, die ein absolutes Debüt in
dieser Zeit war, da zuvor nur lange Haare in der Damenwelt üblich waren.
Die Haare wurden meist in Wellen gelegt und mit einem knabenhaften Hut
dekoriert. Diese Frisur war ein weiterer Teil der Emanzipation in diesem
Jahrzehnt und geriet oft in die Kritik von der konservativen Seite der
Gesellschaft, da stark mit den Geschlechterrollen gespielt wurde.