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Mode 70er Jahre

ersten mal ein spezielles Club-Styling auf. Weiterhin war es die Geburtsstunde der Dress Codes und strengen Türstehern vor den Discos.
Diese Mode wurde nur am Wochenende getragen, und war nur dem Discogang vorbehalten. Durch Filme wie "Thank God it's Friday" oder dem Klassiker "Saturday Night Fever" kam ein neues Lebensgefühl auf, dass alle nachempfinden wollten. Üblich waren hautenge Catsuits oder auffällig weite Schlaghosen, mit extremen Plateauschuhen. Das Motto dieser Zeit war "sehen und gesehen werden". Man musste für die sehr auffällige Mode extrovertiert sein. Materialien wie Lurex, Satin oder PVC wurden gerne für die Kleidung verwendet, da diese besonders leicht das Licht in der Disco reflektierten. Durch das schillernde Auftreten wirkte die Disco Mode in den 70ern fast wie eine Discokugel.

 

Weiterhin war der Military-Look in den 70ern populär. Auf der einen Seite war diese Mode sehr praktisch, da die Kleidung sehr robust verarbeitet war. Auf der anderen Seite drückte besonders die Jugend dadurch ihre oppositionelle Haltung gegenüber der Gesellschaft aus. Üblich waren Aufnäher, Bemalungen oder aber Risse in der Kleidung. Man wollte sich gegen den Zwang und die Hierarchie auflehnen. Oft wurden Bundeswehr-Parkas mit Peace Zeichen bemalt, um einen Gegensatz zur Autorität des Staates zu schaffen. Dadurch wurde dieses Zeichen das Symbol der Friedensbewegung. Auch Camouflage-Muster waren sehr beliebt. Allerdings verloren sie ihren Nutzen als tarnendes Kleidungsstück, da das Muster statt in gedeckten Grün-Tönen nun in den schrillsten Farben erhältlich war. Weiterhin kam 1967 das Palästinenser-Tuch (kurz auch "Pali-Tuch") in Deutschland auf. Die Araber verloren den Sechs-Tage-Krieg gegen die Israelis, und so wurde das Tuch ein Zeichen für die Sympathie mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). In den 70er Jahren war das Tuch immer noch sehr beliebt, aber der politische Hintergrund schien längst vergessen zu sein. So war es einfach ein allgemeines Erkennungsmerkmal für eine Auflehnung gegen die herrschenden Verhältnisse.
Der Punk-Stil war ebenfalls in den 70ern sehr weit verbreitet. Dieser war allerdings eher eine Art Anti-Mode. So schien alles gut zu sein was „unschön“ war. Üblich waren Nieten, viel Leder, buntgefärbte Haare und ein allgemein aggressives Aussehen.