Mode
1970-1979
Weiterhin war der Military-Look in den 70ern populär. Auf der einen
Seite war diese Mode sehr praktisch, da die Kleidung sehr robust
verarbeitet war. Auf der anderen Seite drückte besonders die Jugend
dadurch ihre oppositionelle Haltung gegenüber der Gesellschaft aus.
Üblich waren Aufnäher, Bemalungen oder aber Risse in der Kleidung. Man
wollte sich gegen den Zwang und die Hierarchie auflehnen. Oft wurden
Bundeswehr-Parkas mit Peace Zeichen bemalt, um einen Gegensatz zur
Autorität des Staates zu schaffen. Dadurch wurde dieses Zeichen das
Symbol der Friedensbewegung. Auch Camouflage-Muster waren sehr beliebt.
Allerdings verloren sie ihren Nutzen als tarnendes Kleidungsstück, da
das Muster statt in gedeckten Grün-Tönen nun in den schrillsten Farben
erhältlich war. Weiterhin kam 1967 das Palästinenser-Tuch (kurz auch "Pali-Tuch")
in Deutschland auf. Die Araber verloren den Sechs-Tage-Krieg gegen die
Israelis, und so wurde das Tuch ein Zeichen für die Sympathie mit der
Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). In den 70er Jahren war
das Tuch immer noch sehr beliebt, aber der politische Hintergrund schien
längst vergessen zu sein. So war es einfach ein allgemeines
Erkennungsmerkmal für eine Auflehnung gegen die herrschenden
Verhältnisse.
Der Punk-Stil war ebenfalls in den 70ern sehr weit verbreitet. Dieser
war allerdings eher eine Art Anti-Mode. So schien alles gut zu sein was
„unschön“ war. Üblich waren Nieten, viel Leder, buntgefärbte Haare und
ein allgemein aggressives Aussehen.