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Mode 90er Jahre

Bezeichnend für die Mode der 90er Jahre, ist der schnelle Wechsel verschiedenster Trends. In fast jedem Jahr gab es Neuerungen auf dem Modemarkt.

Die Technoszene feierte ihren Höhepunkt in den 90er Jahren und so kamen auch die ersten Modedesigner auf die Idee, die Trends der Szene in ihren Kollektionen zu verwenden. 1992 entwickelten sich die ersten Trends auf dem breiten Markt. Zum größten Teil wurde für diese Art von Kleidung der Terminus „Clubwear“ verwendet. Auffällige Muster auf T-Shirts und Schlaghosen waren üblich. Die Kleidung war in schrillen Farben gehalten. Meist wurde diese Mode als kostspielige Markenartikel vertrieben und waren in vielen Boutiquen erhältlich. Das passende Schuhwerk zu dieser Mode, waren Schuhe mit Plateau. Besonders beliebt waren die Plateauschuhe der Marke "Buffalo".

Durch die aufkommende Musikrichtung „Grunge“, Anfang der 90er Jahre, ging eine neue Welle durch die Modewelt. Grunge bedeutet so viel wie "schmutzig", "dreckig", "schmuddelig", und so war die Kleidung der Jugendbewegung genau nach dieser Bedeutung ausgerichtet. Die Subkultur ging mit dem neuen Musikstil, der seinen Ursprung in Seattle hatte, einher. Ungepflegtes Aussehen wie zerfetzte, ungewaschene Kleidung und fettige Haare waren bezeichnend. Die Kleidung wurde meist aus Second Hand Läden bezogen, üblich waren auch Flanell Hemden. Ursprünglich war das ungepflegte Aussehen der Jugendlichen ein stiller Protest, der ihre Perspektivlosigkeit zum Ausdruck bringen sollte. Dieser Stil wurde schnell kommerzialisiert und so verloren diese ursprünglich vertretenen Ideale schnell an Sinn und Authentizität. Schon bald waren die, für den Grunge üblichen Kleidungsstücke und Erkennungsmerkmale in Boutiquen erhältlich.

Mit der Gründung des Musiksenders VIVA im Jahre 1993 und der Moderatorin Heike Makatsch, kam der Girlie-Style auf. Auf einmal war es angesagt sich sehr weiblich und romantisch, doch gleichzeitig auch sexy zu kleiden. Die T-Shirts waren meist eng und bauchfrei. Schriftzüge wie „Girlpower“ zierten diese. Gleichzeitig wurden Bauchnabelpiercing, so wie durchstochene Lippen oder Zungen populär. Selbst Tattoos waren mittlerweile gesellschaftlich anerkannt.

In der Mitte der 90er Jahre wurde die Hip Hop Musik immer bekannter, so dass die Szene die aktuelle Mode beeinflusste. Die „Street-Fashion“ war geboren, und so waren Baggy Pants ein typisches Kleidungsstück. Diese Hosen waren sehr weit und tief sitzend. Oft waren sogar die Boxershorts zu sehen. Der eigentliche Ursprungsort dieser Hosen waren amerikanische Gefängnisse. Um sich von den anderen Insassen abzuheben verlangten einige zu große Gefängniskleidung. Da Gürtel im Gefängnis nicht erlaubt waren, rutschten die Hosen. Obenrum waren Kapuzenshirts oder weite T-Shirts üblich. Als Schuhwerk trug man lässige Turnschuhe. Ein weit verbreitetes Accessoire waren außerdem Baseball-Kappen.